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Berliner mit Kleiderbügelleidenschaft
Bei Eberhard Rhode aus Berlin hängen Kleiderbügel nicht nur im Kleiderschrank. Bei ihm zieren sie Wände und füllen einen Kellerraum. Für den Berliner sind Kleiderbügel mehr als Gebrauchsgegenstände, nämlich ein Kulturgut, das sich sammeln und erforschen lässt. Den Grundstock für die Sammlung bildeten drei beschriftete Kleiderbügel, die Rhodes Frau vor 27 Jahren in den Haushalt einbrachte.
Seitdem hat Rhode die Sammlerleidenschaft ergriffen. Aus vielen verschieden Ländern, aus unterschiedlichen Kaufhäusern stammen seine Kleiderbügel. 2222 Kleiderbügel besitzt der Berliner, und es sollen noch mehr werden. Sein neuestes Stück ist aus edlem Kirschholz. “Ein Freund hat ihn gebaut und mir zum 60. Geburtstag geschenkt.”
“Kleiderbügel sind Geschichte pur”, sagt der frühere Sozialarbeiter, der jetzt Zeit hat, diese zu erforschen. Erste Vorläufer heutiger Modelle habe es bereits im 16. Jahrhundert gegeben. Doch bis Mitte des 19. Jahrhunderts seien sie Adel, Militär und Kirche vorbehalten gewesen. Erst mit der Industrialisierung setzte die Massenproduktion ein.
Auch ein Kleiderbügelmuseum gibt es. Im Kleiderbügelmuseum der Firma Dunkel in Basel gibt es einiges zu bestaunen, darunter auch das älteste Stück der Sammlung, ein 400 Jahre alter Uniformbügel mit geschmiedetem Haken.
